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Indonesien: Nothilfe und Wiederaufbau nach Tsunami

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Der weltweit größte Inselstaat Indonesien erstreckt sich entlang des sogenannten Pazifischen Feuerrings, einer tektonisch sehr aktiven Zone. Immer wieder kommt es entlang der Inselketten zu Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis. Das Jahr 2018 war besonders verheerend: Im August forderten auf der Insel Lombok mehrere Erdbeben 600 Todesopfer. Die Insel Sulawesi wurde am 28. September von einem schweren Erdbeben verwüstet. Dem Beben folgte eine Tsunamiwelle, die mit 800 Stundenkilometern auf die Küstenstadt Palu prallte und alles mit sich riss. Über 2.100 Leichen konnten geborgen werden. Zuletzt, einen Tag vor Heiligabend, löste ein Vulkanausbruch auf dem offenen Meer einen Unterwassererdrutsch aus, der an den Küsten der Inseln Sumatra und Java zu einem weiteren Tsunami führte. Etwa 500 Menschen kamen ums Leben.

Schnelle Nothilfe der Caritas

Die Struktur von Caritas international mit mehreren lokalen Partnern vor Ort sowie einem eigenen Büro in der indonesischen Stadt Yogyakarta war unmittelbar nach den drei Katastrophen von großem Vorteil. Bereits wenige Stunden nach den Katastrophen reisten Teams aus Ärzten, Krankenpflegern, Hebammen und Pharmazeuten ins Katastrophengebiet. Ihr Ziel war, das nackte Überleben der Menschen zu sichern.

 
Kurz darauf folgten weitere Teams, die - teilweise bis heute - Hilfsgüter an diejenigen verteilen, die alles verloren haben. Unter anderem werden Nahrungsmittel und Küchenutensilien ausgegeben, außerdem Hygieneartikel wie Windeln, Seife und Zahnpasta. Ein Video unserer Partner-Organisation KUN zeigt die Verteilungsaktionen:

Blick nach vorne - der Wiederaufbau beginnt

Die Zuversicht der Menschen in Indonesien begeistert die Mitarbeitenden der Caritas jedes Mal aufs Neue. Viele haben alles verloren. Doch bereits jetzt richten sie den Blick wieder nach vorne. Die Caritas hilft ihnen auf diesem Weg. Trauma-Spezialisten arbeiten in den Notunterkünften und helfen den Menschen dabei, mit dem Erlebten besser zu Recht zu kommen. Vielen von ihnen ist selber Schreckliches widerfahren, jetzt engagieren sie sich um anderen zu helfen. Und nachdem die Trümmer beiseite geräumt worden sind, beginnt der Wiederaufbau. Auf Lombok, wo die Katastrophe schon etwas länger zurückliegt, wurden bereits für 1.500 Menschen Unterkünfte errichtet. Es handelt sich hierbei um stabile Konstruktionen, die den Menschen zumindest für die nächsten Jahre ein sicheres Zuhause bieten sollen - bis Städte, Dörfer und Häuser wieder vollständig aufgebaut sind. Auch auf Sulawesi, wo der Tsunami die Küstenstadt Palu beinahe dem Erdboden gleichmachte, wird bereits fleißig gebaut. In den nächsten Wochen und Monaten werden hier weitere 1.000 Unterkünfte für mindestens 5.000 Betroffene der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe entstehen.

Weitere Gelder werden dringend benötigt, um den Betroffenen der Katastrophe zur Seite zu stehen. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende beim Wiederaufbau!

 
Spendenkonto Caritas international

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BIC: BFSWDE33KRL

Zur Situation

Am 23. Dezember wurden die indonesischen Inseln Sumatra und Java von einem Tsunami getroffen, über 500 Menschen verloren ihr Leben. Die Insel Sulawesi wurde am 28. September von einem schweren Erdbeben verwüstet. Dem Beben folgte eine Tsunamiwelle, die mit 800 Stundenkilometern auf die Küstenstadt Palu prallte und alles mit sich riss. Über 2.100 Leichen konnten geborgen werden, aus Angst vor Seuchen werden die meisten von ihnen in Massengräbern beerdigt. Bereits im August kam es auf der Insel Lombok zu mehreren schlimmen Erdbeben. Die Caritas war sofort für die Menschen da und begann innerhalb weniger Stunden mit der Verteilung von Hilfsgütern. Zu dieser Arbeit kam schnell die psychologische Unterstützung für die Betroffenen der Katastrophen hinzu. In der Zwischenzeit hat vielerorts der Aufbau von Übergangsunterkünften begonnen. Doch Hilfe wird weiterhin an allen Ecken und Enden dringend benötigt. Caritas international arbeitet daher gegenwärtig weitere Hilfsprojekte aus – mehr als 1,5 Millionen Euro Hilfsgelder konnten bereits zugesichert werden. Helfen Sie uns mit ihrer Spende beim Wiederaufbau!

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